Devot - Nichtdevot - oder doch?

BDSM spielt sich hier vor allem im Kopf ab
SevenSins
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Re: Devot - Nichtdevot - oder doch?

Beitrag von SevenSins » 1. Apr 2010 14:54

Aber nicht generell, denn meine dominante Seite ist fast ebenso stark ausgeprägt. Es ist alles nur sehr personenbezogen bei mir und hat viel mit Vertrauen und Zuneigung zu tun.
Ich möchte das hier nochmal aufgreifen.
Denn so stellt es sich auch bei mir dar.

Es gibt dominante Männer, die auf mich wirken bzw derzeit explizit einer
Es gibt devote Männer, die auf mich wirken

Zweiteres kristallisierte sich auch bei mir erst mit der Zeit heraus bzw erst als ich über einen devoten Mann stolperte, der mich reizte.
Weiterhin ist meine Devotheit deshalb wohl Personenbezogen, da sie dazu tendiert sich in Winterschlaf zu begeben, wenn der Reiz der Wirkung auf sie über längere Zeit ausbleibt.

Vielleicht also auch Teilzeitdevot :mrgreen:
Aber ich kann mich Carisa bezüglich des Reizes des Machtgefälles wegen nur anschließen. Ich mag zwar Rituale durchaus sehr gern, aber schlussendlich fahre ich wohl einfach auf Machtspiele ab - eben personenabhängig in beide Richtungen

Erika

Re: Devot - Nichtdevot - oder doch?

Beitrag von Erika » 1. Apr 2010 15:39

Hey, nochmal ich, ich hoffe ich schreibe hier nicht zuviel... ich glaub ich hatte die Frage falsch verstanden. Für mich persönlich bedeutet devot sein, das ich ausgeliefert bin. Ich mag es sehr wenn mein Meister mir sagt wie ich mich positionieren soll, ich mag es gern in Fesseln und Positionen ausgeliefert zu sein und nahezu Bewegungsunfähig...wobei das auch nicht allzu weh tun sollte... und Bondage MUß gut sitzen, sonst ist das mist. Dienen find ich gut wenn es um kleine Aufgaben geht und Sessionvorbereitungsdinge...aber den Hocker mach ich nicht..ne ne.. und ich finde es devot wenn mein Meister mich die Dinge aushalten läßt, er sollte schon bis an die Grenzen gehen und mich nicht zu schnell befreien, oder Sachen probieren die mir eigentlich irgendwie peinlich sind, ich mich schäme und mich dann aber überwinden muß (und dann plötzlich finde ich es aber meistens immer besser...), ich möchte Herrausforderungen.. z.B. auch das Schläge eben mit der Zeit mehr werden, stärker,..ich nenn das Training... das man immer mehr aushält..auch was anderes betrifft. Das ich mich überwinden muß.

Und das Teilzeitdevot gilt bei mir irgendwie auch, es gibt Tage da habe ich echt so nen Trotz, da geht das nicht so richtig, ...vielleicht ist der Meister da auch nicht stark genug (also nicht unbedingt körperlich), wer weiß, ... bzw. wenn er in der Nicht Session Zeit irgendwie blöd zu mir war, dann geht das auch ganz schlecht.. da kann und mag ich mich dann nicht unterordnen.
Da gibts eben auch die Erika Seite bei mir.



N.E.

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tainted
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Re: Devot - Nichtdevot - oder doch?

Beitrag von tainted » 18. Apr 2010 18:26

Ich hab es heute schon im anderen Forum in einem Thema - in einem etwas anderen Kontext - ausführlich geschrieben.

Ich bin devot. Für mich bedeutet das, dass ich alles versuche, um meinen Meister glücklich zu machen und ihm zu gefallen. Das schließt auch Dinge mit ein, nach denen ich persönlich in einem Moment gar kein Bedürfnis hätte. Ich tu es aber trotzdem gerne, weil ich ihm gerne gehorche - egal ob wir gerade zusammen sind, oder nicht. Das heißt aber nicht, dass ich meinen Verstand ausschalte, wie es des öfteren vorgeworfen wird.
Ich würde für ihn auch Dinge tun, die mir selbst eigentlich gar nichts geben, um ihn trotzdem glücklich gemacht zu haben.
Natürlich knie ich auch gerne vor ihm - auch zB jederzeit gerne in der Öffentlichkeit, da ich großes Vertrauen zu ihm habe. So wie ich sein Halsband immer - außer beim Duschen - trage (und als ich letztens hohes Fieber hatte, hab ich es abgenommen, damit ich es nicht "aufweiche", aber da war er ja dabei) und die Kleiderordnung einhalte. Zu Beginn fand ich es etwas...ungewohnt... ihn zu fragen, wenn ob ich zur Toilette gehen darf, aber heute ist das ganz selbstverständlich und ich frage ihn gerne.
Ich erledige auch gerne Dinge für ihn, wenn es möglich ist und versuche sehr vorausschauend zu agieren. Ich verhalte mich nicht fordernd. Wenn ich etwas gerne möchte, bitte ich ihn darum.

Gedemütigt werde ich aber zB nicht - zumindest passiert nichts, was ich als Demütigung empfinden würde (Entblößung in der Öffentlichkeit empfinde ich zB nicht als demütigend). Schmerzen ertrage ich für ihn gerne, bin aber selbst kaum noch masochistisch.

Ich ordne mich allerdings nur meinem Liebsten unter und jenen, bei denen er es verlangt.
Submissivität bedeutet nicht, in jeder Situation vor dem geliebten Menschen zu knien, sondern ihm auch einmal aufzuhelfen.

Fliederblüte
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Re: Devot - Nichtdevot - oder doch?

Beitrag von Fliederblüte » 3. Jan 2011 22:42

Ich frage mich oft, ob ich devot bin.
Auf keinen fall devot im Sinne von "Ich ordne dir meinen Willen unter", aber häufig im Sinne von "biiiittte bitte bitte dominier mich." Dabei will ich aber auch meinen Spaß haben, da wir schließlich auf Meta-Ebene gleichgestellt sind.

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