Complete and Irrevocable Submission/CIS

Wenn BDSM niemals schläft
daniel
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Re: Complete and Irrevocable Submission/CIS

Beitrag von daniel » 25. Nov 2012 15:52

wie die anderen das sehen, ist ja eigentlich egal. man muss es ihnen ja schliesslich nicht auf die nase binden.
andersrum sollten die leute auch mal andere anders sein lassen... aber wie das - gerade in der szene - zu sein scheint, wissen die anderen immer alles besser.
von daher sollte man gar nicht so drauf achten, was 'die' sagen. und wer zu sehr auf dem thema rumreitet, ist doch eh nicht so gut als freund geeignet... oder?

und zum thread selbst: hauptsache, alle beteiligten (!) fühlen sich wohl damit, was sie tun. punkt.

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helvete
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Re: Complete and Irrevocable Submission/CIS

Beitrag von helvete » 4. Dez 2012 17:06

da hast du total recht, nur muß man mal alle beteiligten finden ... :-|
Bei mir steht der Mensch im Mittelpunkt -zielorientiertes Handeln ...

Strange things happen when you party naked ...

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chili{Tq}
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Re: Complete and Irrevocable Submission/CIS

Beitrag von chili{Tq} » 12. Dez 2012 21:23

..wenn der Threadersteller halt wissen will, ob sich Person X in Beziehung Y wohlfühlt, dann sollte er sie halt zweckmäßigerweise einfach - fragen?!

Und mei, der TItel ist schon ein wenig irreführend, weil halt extrem klingende Akronyme so wahnsinnig gern benutzt werden. Vielleicht verursacht es Bauchkribbeln wenn man sich derlei Vokabular bedient, vielleicht fühlt man sich gerne als "besonders" oder gar "besser", wenn man sich damit abheben möchte.

Irreführend auch in gleicher Art, wie wenn sich jemand mit einem Wochenend-VHS-Kurs in Homöopathie gleich Arzt oder Psychotherapeut schimpft, jemand der keinen Pelz trägt aber sich munter die Plastikwurst vom Discounter reinschiebt als Tierschützer bezeichnet, homophobe, hasserfüllte und intolerante Kreationisten sich als die Verbreiter der Botschaft von der "Liebe Gottes" sehen, und der SUV-fahrende Einkäufer im Bioladen sich als konsequenten Umweltschützer sieht. Man schmückt sich halt mit irgendwelchen netten Wörtern und sorgt in der Summe dafür, dass die Bedeutung der Begriffe verwässert.

Und dann gibt es noch die leider nicht ganz abzuleugnende Tendenz, sich für die eigene Identitätsentwicklung möglichst spektakuläre Spielwiesen zu suchen. Aber wenn halt etablierte Subkulturen schon zu ausgelutscht und zu wenig exklusiv sind, muss halt was extremeres her. Wenn das dann noch in der eigenen Vorstellung die Lösung diverser Lebensproblemchen verspricht, umso besser.
Dann ist man halt mal zwei Wochen TPE/CIS/CSI/CSU, ähä.
Nüchtern betrachtet war's dann aber halt doch eine stinknormale Beziehung mit BDSM-Anteilen. Und Beziehungen eignen sich nun mal generell nicht dazu, von Identitätskrisen, psychischen Problemen und fehlendem Selbstwertgefühl zu kurieren.

Du verstehst da vielleicht, dass man da bisserl kritisch guckt, wenn jemand das Thema anreißt - und eher an Wichtigtuer und, nunja, Spinner denkt?
Das bringt dann zum einen den Otto-Normal-BDSMler auf die Palme - was aber auch wiederum diejenigen abkriegen, die ernsthaft, wohlüberlegt und langfristig an so einer Lebensform interessiert sind.
Deshalb und auch aufgrund diverser möglicher rechtlicher Problemchen wirst du eher sehr selten jemanden finden, der a) (wirklich!) so lebt und b) zu Auskünften bereit ist. Im englischen Sprachraum dürften die Chancen ein wenig besser stehen.
I have learned a lot (..) over the years, but frankly, a lot my experiences and the resulting lessons can be boiled down to one crude but pithy rule that I adhere to religiously:
Don't stick your dick in crazy. (Mistress Matisse)

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