Elternschaft und BDSM

Wie erklärt Papa dem Nachwuchs, warum Mama aus dem Napf isst? Und was sagt der Chef zum Halsband?
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is das Thema Kinder überhaupt für dich aktuell?

ja, ich /wir haben schon Nachwuchs (zumindest schon im Bauch)
10
25%
ja, Nachwuchs is zwar noch nicht da, das kann sich aber zeitnah ändern (so in den nächsten 2 Jahren spätestens)
6
15%
naja, iiirgendwann will ich vielleicht mal Kinder..?
19
48%
Kinder - nein danke!
5
13%
 
Abstimmungen insgesamt: 40

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corva_corax
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Elternschaft und BDSM

Beitrag von corva_corax » 12. Aug 2009 19:07

tja, wie siehts aus? und wie vereinbar sind Kids mit euren Leidenschaften? Tips?

Kotty
Beiträge: 79
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Re: Elternschaft und BDSM

Beitrag von Kotty » 12. Aug 2009 20:02

Kinder und BDSM, ist so ne Sache.

So lang die Kinder klein sind ist nicht viel mit BDSM. Wenn sie größer sind (wie bei uns) und vom Spielen nicht aufwachen (Knebel sind da wichtig 8-) ) ist es weniger ein Problem. Man muss sich halt auf die Schalfenzeit der Kurzen verlagern. Oder eben mit Andeutungen und Sachen arbeiten, die sie nicht verstehen.

Zu der Sache "Wie erklärt Papa dem Nachwuchs, warum Mama aus dem Napf isst?" gibts ne ganz einfache Antwort: Die Mama spielt Hund! Das reicht als Erklährung im Normalfall aus.
Die meisten Männer können nicht so perfekt unterdrücken, wie es die Frauen lieben.

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chili{Tq}
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Re: Elternschaft und BDSM

Beitrag von chili{Tq} » 18. Aug 2009 17:05

Kinder haben für mich keinen Selbstzweck sondern sind ein Ausdruck der Liebe zu meinem Mann.

Dementsprechend find ich es gruselig, dass sich manche Leute Altersgrenzen setzen, zu denen sie dann spätestens eine Familie gegründet haben wollen. Noch gruseliger, gerade zu pervers, find ich das Motiv, sich flugs eine eigene Familie zu erschaffen, weil bei der eigenen Herkunftsfamilie alles schief lief (nach dem Motto "ich bau mir jetzt meine eigene Familie und dann wird dann alles besser").

Momentan kann ich es mir nicht vorstellen, in naher Zukunft allerdings schon, sollten die Rahmenbedingungen passen.
TPE seh ich auch nachwievor vereinbar mit Kindererziehung - nur wird das alles dann im Hintergrund laufen und ich werd meine Kinder da mit nichts konfrontieren, was ihnen schaden könnte.
Der größte Act wird vermutlich sein, sich neben den Kindern noch Zeit für sich selbst nehmen zu können und nicht zum Vollzeitmuttertier zu avancieren. Aber da helfen sicherlich engagierte Schwiegermamas fleißig mit, dass die Eltern dann auch mal ein Wochenende nur für sich haben.
Ich war früher der Meinung, ein Kind bräuchte 24/7 seine Mutter und es wäre ein Unding, es z.B. mit 2 Jahren in eine Kinderrkrippe zu geben. Mittlerweile seh ich das anders, nämlich so dass nicht solche äußeren Faktoren dafür verantwortlich sind dass es einem Kind gut geht, sondern die Art und Weise, wie man das ganze Kindererziehungskonstrukt inhaltlich gestaltet. Natürlich bestimmt die Entwicklung meines Kindes letztendlich, wie die Balance von Eigenständigkeit und Geborgenheit da aussehen wird.
Alles in allen seh ich das ganze sehr entspannt und werd mir da aufgrund mancher gesellschaftlicher Konventionen keinen Stress machen.

Bei "normalem" BDSM seh ich da sowieso keine Probleme, das greift ja eh kaum im Alltag ein.
I have learned a lot (..) over the years, but frankly, a lot my experiences and the resulting lessons can be boiled down to one crude but pithy rule that I adhere to religiously:
Don't stick your dick in crazy. (Mistress Matisse)

Wildruebe
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Re: Elternschaft und BDSM

Beitrag von Wildruebe » 26. Aug 2009 18:17

Na ja, Altersgrenzen würde ich nicht unbedingt als "ganz gruselig" bezeichnen: sie spiegeln die Tatsache wider, dass oberhalb eines gewissen Alters (~ 35 Jahre) insbesondere der Mutter das Risiko für genetische Erkrankungen rapide ansteigt, insbesondere Down-Syndrom:

http://www.webmic.de/down-syndrom.htm

Obwohl Kinder mit Downsyndrom in der Regel ein sehr glückliches Leben führen können, ist es doch eine erhebliche Belastung für die Eltern, so dass ich es durchaus für vernünftig halte, das bei der Familienplanung zu berücksichtigen.

Die Aussage, Kinder seien kein Selbstzweck, sondern Ausdruck der Liebe zum Mann/Partner, halte ich für problematisch: Kinder sollten meiner Meinung nach sehr wohl als eigenständige Subjekte und als "Zweck in sich" angesehen werden; wenn ein neuer Mensch dazu kommt, baue ich mit diesem eine eigenständige Beziehung auf und übernehme eine eigenständige Verantwortung, die von der Beziehung mit meinem Partner ein großes Stück unabhängig ist. Ansonsten bräuchte ich mich ja um die Kinder nicht mehr zu kümmern, wenn die Beziehung zum Partner erlöschen sollte. Vielleicht habe ich diesen einen Satz aber auch nicht richtig verstanden.
Noch ein wichtiger Punkt für eine TPE-Beziehung: man kann zwar meiner Meinung die Entscheidungsfindung und die Verantwortung für das eigene Leben ganz dem Partner oder der Partnerin übertragen, aber nicht für das Leben der Kinder. Im Idealfall werden die Eltern zwar über die Erziehung der Kinder weitgehend im Konsens miteinander sein, aber wenn Sub der Meinung ist, dass Top eine für das Kindeswohl falsche Entscheidung trifft, sollte er oder sie sich nicht anders verhalten als in einer Vanillabeziehung.

In den übrigen Punkten stimme ich meiner Vorposterin zu.

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Maja
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Re: Elternschaft und BDSM

Beitrag von Maja » 21. Sep 2009 13:44

Für uns war es nie ein Problem Nachwuchs und "Leidenschaft" unter einen Hut zu bringen.
Gut wir leben nicht 24/7, sondern haben "herkömmlichen" BDSM. Aber warum sollte das ein Problem darstellen. Vanillas bekommen das doch wohl auch alles unter einen Hut. Ich sehe nicht, was da für Unterschiede zu normalen Beziehungen geben soll.
Was ich auch nicht verstehe ist, dass manche Menschen unbedingt meinen, ihren Nachwuchs in diese Richtung aufklären zu müssen. Ich würde nie versuchen, meinem Kind irgendwelche Dinge erklären zu wollen. Es sei denn, der jeweilige Nachwuchs hat irgendwie mal etwas gehört/gesehen ect., was zwischen den Eltern stattfand, stellt Fragen oder etwas ähnliches in der Richtung. Dann ist es eventuell ratsam das Gespräch zu suchen.
Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur - Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die größte Sünde.

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chili{Tq}
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Re: Elternschaft und BDSM

Beitrag von chili{Tq} » 13. Jan 2011 01:07

Ein schöner Link hierzu von Susie Bright: "The Battle Hymn Of The Sex-positive Mother"
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