Stress im Beruf und TPE

Wenn BDSM niemals schläft
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FeuerHerr
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Stress im Beruf und TPE

Beitrag von FeuerHerr » 24. Aug 2009 00:45

Ich habe im Moment sehr stark das Problem, dass ich nicht aus meinem Alltag rauskomme.
Als selbstständiger ist es meistens so, dass ich selbst wenn ich im Bett liege und schlafen sollte nur an die dinge denken kann, die ich nicht erledigt habe.
Im endefekt ist es so, dass mittlerweile sogar die Beziehung daruter leidet, weil ich es einfach nicht schaffe abzuschalten und in ein Privatleben zu kommen.
Natürlich bleibt dann auch die konsequenz auf der Strecke und Subbie kommt mit immer mehr Unsinn durch weil ich nicht aufmerksam zuhöre oder einfach auch nicht mehr die Kraft habe alles konsequent durchzuziehen.

Inzwischen fange ich an, mich am Wochenende zu zwingen die Arbeit zu vergessen. Leider klappt es, wenn überhaupt, einen Abend lang. Danach drängt sich die Arbeit einfach wieder vor.

Vielleicht kennt hier jemand das Problem und hat ein paar nützliche Ideen.

LG
FeuerHerr

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Chimaera
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von Chimaera » 24. Aug 2009 10:23

Hmm, vom Prinzip her hast Du das schon richtig erkannt, das Problem ist nicht wirklich die Arbeit, sondern daß sie Dich unablässig verfolgt.
Von der Art wie Du das beschreibst musst Du Dir auf jeden Fall klar machen, daß die Schemata in denen Du drin steckst, wenn sie so weiter gehen und sich hochschaukeln gut und gerne zum BurnOut führen, bzw. Erschöpftheit, Schlafstörungen und Druckgefühl während der Freizeit sind bereits erste Symptome. Die Spirale funktioniert dabei so: Stress auf der Arbeit > keine Energie mehr um sich am WE zu erholen, ruhig zu schlafen, etc. > mit weniger Energie wieder in die nächste Woche > mehr Stress durch Termindruck und Erschöpftheit > Erholungsaktivitäten werden weiter eingeschränkt, um Energie für die Arbeit 'aufzusparen' > Arbeit wird immer mehr zum Druck, Abschalten als schwerer empfunden > etc...
Sich Zeit zu nehmen und abzuschalten darfst Du also nicht als Verrat an Deiner Arbeit wahrnehmen sondern als Deinen persönlichen Beitrag sie weiterhin leisten zu können, allein dieser Gedanke 'Ich mache mich jetzt wieder fit für die Arbeit, ich darf ohne schlechtes Gewissen abschalten' hilft oft schon.
Wenn Du das Gefühl hast schon sehr weit in der Erschöpfung drin zu stecken kann auch ein Besuch beim Arzt helfen, der Dich dann an einen Neurologen oder Therapeuten (VT) überweist, mit dem Du Wege besprichst wie Du persönlich Stress am besten abbaust.

Als weitere Hilfe würde ich Dir Entspannungstechniken wie Autogenes Training & Co ans Herz legen. Ich persönlich komme mit der Entspannung nach Jacobsen wunderbar zurecht (PW ist Schön). Die verlinkte Aufnahme ist ein Mitschnitt den ich dankenswerter Weise von meinem Kursleiter machen durfte, die Qualität ist durch meinen MP3 Player leider nicht berauschend.
Durch gezieltes an- und entspannen wird man durch unbewusst auf Spannung gehaltene Muskeln im Körper aufmerksam und insgesamt lockerer. Die Übung ist als alltagstauglich konzipiert und wird im sitzen gemacht, man kann sich aber auch hinlegen wenn man durch das lockern der Verspannungen zB sonst Rückenschmerzen bekommt. Einige nehmen es zum einschlafen, andere können danach wieder durchstarten, das musst Du für Dich selbst herausfinden. Es wird empfohlen neben dem Komplettprogramm 1-2x/Woche tägliche Kurzübungen in den Alltag einzubauen, bei denen man nur zwei bis drei Muskelgruppen bearbeitet, das dauert nichtmal fünf Minuten - Gesicht und Schultern sind zB toll gegen stressbedingte Kopfschmerzen.
Daneben bieten viele Krankenkassen zB kostenlose CDs mit Entspannungsanleitungen wie diesen oder geben Vergünstigungen für Teilnahmen an Kursen vor Ort.

Was Subbi anbetrifft würde ich dort einfach Mal die Tatsachen beleuchten und sagen, daß Du weißt daß sie sich mehr Konsequenz wünscht und deshalb versucht diese durch ihre Aufmüpfigkeit herauszufordern. Mach ihr nach eigenem Ermessen klar daß Du das menschlich im Moment einfach nicht leisten kannst.
Stell ihr vielleicht die Aufgabe Dir zu beweisen wieviel sie aus der bisherigen Erziehung gelernt hat und stell in Aussicht daß Du ihr Verhalten in den kommenden ein oder zwei Monaten rückblickend betrachten und belohnen oder strafen wirst. Dazu kann man gut ein Strafbuch benutzen und Subbi wenn sie sich einen negativen oder positiven Strich verdient daran erinnern daß ihr Verhalten nicht vergessen wird. Neben den Strichen sollten kleine Notizen dafür sorgen daß das dann auch stimmt :mrgreen:
Außerdem, wozu hat Man(n) ein Sub? Lass Dich massieren, Dir den Tee bringen, kraul sie wenn sie sich danach neben Dir einrollen darf und sag daß jetzt ein bißchen Ruhe herrschen wird, damit Du Dich erholen kannst. Knebel und Fesseln sind schnell erledigt wenns ohne Hilfe nicht klappt ;)

Jade
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von Jade » 24. Aug 2009 17:20

Ja, bei mir ist es ähnlich... ich bin zwar nicht selbstständig, mache mir aber selbst immer eine Menge Stress... passiert mir auch oft, dass ich in Gedanken einfach nicht bei der Sache bin, nicht richtig zuhöre oder halt einfach abwesend wirke, was Herrchen dann schon enttäuscht...

Was mir geholfen hat:

- Sorgfältige Planung. Wenn man ständig denkt "das darf ich nicht vergessen", ist es am besten, es aufzuschreiben - dann kann man beruhiger ins Bett gehen, weil man weiß, dass einem nichts "davonläuft". Mir haben To-Do-Listen und Kalender sehr geholfen, weil sie mir das Gefühl geben, alles unter Kontrolle zu haben. Außerdem kann man, wenn man alle Arbeitsschritte einer größeren Aufgabe notiert, besser einschätzen, wieviel Zeit man braucht und man wird nicht so schnell gestresst. Setz dich mal hin und schreib alles auf, das dir im Kopf herumspukt, und sei es eine noch so kleine, schnell erledigbare Aufgabe. Bis dir nichts mehr einfällt, dann geh die Liste durch und überleg dir, was es wirklich wert ist, sich darüber Sorgen zu machen.

- Jaja, ich bin ja schon für meine Hypnoseliebe bekannt *g* aber auch, wenn man keine Trigger setzen will, ist es nützlich, um sich zu entspannen. Im Internet geistern einige kostenlose Dateien rum, man kann es aber auch mit Entspannungsmusik und Selbsthypnose versuchen.
http://www.hypnoseland.eu/selbsthypnose-anleitung2.htm
Ist bei weitem die beste Anleitung, die man finden kann... ich finde, dass es sehr nützlich ist, um aus dem Alltag zu fliehen und der Kreativität ein bisschen auf die Sprünge zu helfen.

- Prokrastinieren vermeiden - am besten jeden Morgen mit der unangenehmsten Aufgabe anfangen. Ob das nun ein Anruf, eine Besorgung, eine Mail ist... dann fühlt man sich gut, weil man etwas Wichtiges geschafft hat und muss sich nicht den ganzen Tag mit einem schlechten Gewissen rumquälen.

- Blogs lesen, die von superbeschäftigen Leuten geschrieben werden, die versuchen, Berufliches und Privates halbwegs vernünftig auszubalancieren. Ich könnte dir Unmengen von Seiten empfehlen, aber hier mal nur die "Klassiker":

http://www.zenhabits.com
http://www.stevepavlina.com/
http://www.adaringadventure.com/index.php
http://www.illuminatedmind.net/
http://www.positivityblog.com/

- Selber schreiben. Vielleicht hilft es dir, wenn du dein BDSM am Anfang auch wie eine Aufgabe siehst - nicht negativ behaftet, aber eben als etwas, das genauso wichtig ist wie deine Arbeit. Fantasien aufzuschreiben kann dabei helfen, die Gedanken wieder etwas mehr darauf zu richten, sodass man auch im Alltag eher wieder Lust hat zu spielen. Es kann sein, dass du am Anfang ständig abschweifst oder dir nicht so recht etwas einfallen will, aber versuch es einfach mal.

- Neigung mehr in den Alltag integrieren. Abonnier dir die Schlagzeilen, such dir einen BDSM-Roman aus, chatte auf der [entfernt], geh zu Stammtischen... Du kennst sicher das Sprichwort "Aus den Augen, aus dem Sinn" - so ist das leider auch bei Dingen, die man eigentlich fürchterlich gerne tut... Nur wenn man sich einfach nicht mehr/kaum damit beschäftigt, aus welchen Gründen auch immer, fällt es immer schwerer, wieder "so richtig" dabeizusein.

- Ein Morgen- oder Abendritual oder beides. Sinn ist, dass du nichts "ins Bett mitnimmst", dass du da wirklich nur schläfst. Morgens gibt es Leute, die eine Weile Sport machen, ausgiebig frühstücken, erstmal die Zeitung lesen, was auch immer dir gefällt, Hauptsache, es hat nichts mit deinem Beruf zu tun und du tust es regelmäßig, quasi als "holy hours". Und Mails abrufen zählt auch nicht ;)
Abends das Gleiche... als Sub hat es mir geholfen, immer einen Tagebucheintrag zu schreiben, dann eine Weile zu knien und nur mit Halsband zu schlafen, aber das nützt dir natürlich nichts... oder vielleicht auch doch - wenn du deine Sub sowas schreiben lässt vielleicht. Das könnte auch gegen das "ich höre nicht mehr richtig zu" helfen, außerdem könnte es ihr das Gefühl geben, dass du dich doch sehr dafür interessierst, was sie den Tag über getrieben oder woran sie gedacht hat.



Wir hatten das auch schon andersrum - also wie bei dir, dass er sich nicht richtig um mich kümmern konnte. Natürlich war ich da auch versucht, immer frecher und ungehorsamer zu werden, um Aufmerksamkeit zu erregen, aber das bringt - natürlich - gar nichts. Inzwischen bin ich dafür reif genug (eh... meistens *g*) und reagiere dann eher so, dass ich versuche, meine Bedürfnisse so gut es geht zurückzustecken und und ihm meine Hilfe anzubieten. Die hat er eigentlich noch nie angenommen, einfach weil ich ihm meistens nicht helfen kann, aber allein die Bereitschaft ist schon viel wert, denke ich. Ich hab dann auch versucht, ihn ein bisschen abzulenken, aber eher mit Nicht-BDSM-igen Dingen, weil das hm... unanstrengender ist... also kleine Geschenke gemacht, einfach eine Weile lang gekrault... Klar heißt es "24/7", aber in der Realität gibt es eben sehr wohl Phasen, in denen das nicht so recht funktioniert, und dann muss man halt drüber reden und versuchen, die Zeiten durchzustehen.

Ich würde an deiner Stelle nicht versuchen, ihr nur ihr zuliebe Aufgaben zu stellen oder sie zu bestrafen, wenn du in Gedanken sonstwo bist - das würde sie sicher merken und wäre für euch beide nicht sehr befriedigend. Lieber offen drüber reden, sagen, dass es dir leid tut, aber dass du auch nicht akzeptierst, dass sie jetzt aufmüpfig wird, dass es das auf keinen Fall besser macht.


Vielleicht solltet ihr einen gemeinsamen Urlaub planen? Wenn du mal wieder etwas Zeit hast? An einem einsamen Sandstrand lässt sich die Arbeit vielleicht besser vergessen und es wäre etwas, auf das ihr euch gemeinsam freuen könnt.

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FeuerHerr
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von FeuerHerr » 24. Aug 2009 21:04

Erstmal vielen Dank für die wirklich tollen Antworten.
Sweeny hat geschrieben:Sich Zeit zu nehmen und abzuschalten darfst Du also nicht als Verrat an Deiner Arbeit wahrnehmen sondern als Deinen persönlichen Beitrag sie weiterhin leisten zu können, allein dieser Gedanke 'Ich mache mich jetzt wieder fit für die Arbeit, ich darf ohne schlechtes Gewissen abschalten' hilft oft schon.
Ja, das ist ein echt wichtiger Punkt.
Ich hab teilweiße, nachdem ich 18 Stunden gearbeitet habe, ein schlechtes Gewissen wenn ich schlafen gehe. Da muss ich echt schnell drann arbeiten.
Sweeny hat geschrieben:Als weitere Hilfe würde ich Dir Entspannungstechniken wie Autogenes Training & Co ans Herz legen.
Ich weiß, dass es sinnvoll wäre. Aber da ist doch eher Sport was für mich.
Jade hat geschrieben:Sorgfältige Planung. Wenn man ständig denkt "das darf ich nicht vergessen", ist es am besten, es aufzuschreiben - dann kann man beruhiger ins Bett gehen, weil man weiß, dass einem nichts "davonläuft".
Hab ich schonmal probiert gehabt, Hilft auch wirklich. Ich muss mich da mal wieder reinzwingen. Es ist dann immer zu verlockend zu sagen "ach das kann ich mir noch schnell merken".
Jade hat geschrieben:Setz dich mal hin und schreib alles auf, das dir im Kopf herumspukt, und sei es eine noch so kleine, schnell erledigbare Aufgabe. Bis dir nichts mehr einfällt, dann geh die Liste durch und überleg dir, was es wirklich wert ist, sich darüber Sorgen zu machen.
Da kommen jeden Tag mehr Sachen dazu, als ich abarbeiten kann :D die liste mach ich lieber nicht, sonst verzweifel ich :lol:
Jade hat geschrieben:- Prokrastinieren vermeiden - am besten jeden Morgen mit der unangenehmsten Aufgabe anfangen.
Gute Idee, muss ich mal in die Tagesplanung einfließen lassen.
Jade hat geschrieben:Neigung mehr in den Alltag integrieren. Abonnier dir die Schlagzeilen, such dir einen BDSM-Roman aus, chatte auf der [entfernt], geh zu Stammtischen... Du kennst sicher das Sprichwort "Aus den Augen, aus dem Sinn" - so ist das leider auch bei Dingen, die man eigentlich fürchterlich gerne tut...
Ja. Es ist mir auch aufgefallen, dass ich immer weniger Lust zum "Spielen" hatte in letzter Zeit. Was sich dann letztes WE, als ich mir mal wieder wirklich Zeit genommen habe wirklich geändert hat. Da konnte ich es wieder so richtig genießen.
Jade hat geschrieben:Ein Morgen- oder Abendritual oder beides.
Werd ich auch mal angehen.

Und nochmal vielen Dank für die vielen tollen Tips.
Ich werd mich mal ein Abend drann setzen und mir überlegen welche am besten in mein Alltag passen.

Liebe Grüße
FeuerHerr

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Chimaera
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von Chimaera » 25. Aug 2009 00:07

Jep Sport ist super - ich bin meist zu faul dazu deshalb hab ichs wohl vergessen :oops:
Persönlich habe ich TaiChi / QuiGong neben Radfahren und Walking für mich übernommen aber Du suchst wohl eher was zum auspowern? ;)

Jade kann ich auch nur zustimmen, außer bei dem Punkt mit den Listen, das ist eher was für Menschen die durch mangelnde/falsche Organisation unter Druck geraten, nicht unbedingt für Stress durch Erschöpfung. Zum von der Seele schreiben kann es trotzdem gut ein wie sie schon sagte.
Einen ganz wichtigen Punkt der mir auch noch durchgegangen ist und bei ihr mit drin steht ist die 'Schlafhygiene', also im Bett wirklich nur schlafen und gewisse unterhaltsame Dinge mit Subbi, damit der Körper automatisch wenn Du in die Nähe kommst auf Entspannung schaltet.

ThinkPad
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von ThinkPad » 25. Aug 2009 10:11

@FeuerHerr:

Ich kann dir nur raten ganz dringend das Gas rauszunehmen. Wenn du so weitermachst geht es dir am Ende wie mir: Burnout - absolut Schicht im Schacht fuer 4,5 Wochen (was eh noch kurz ist), danach/dabei Panikstoerung welche sich ueber Monate gezogen hat. Das is nix was man braucht bzw. was ich nochmal haben muss. Inzwischen zum Glueck alles wieder im Griff. Ich hatte immer gedacht sowas kann mir nicht passieren, man merkt doch wenn's zu viel ist. Dem ist leider nicht so... es kommt ploetzlich mal der ganz grosse Hammer (bei mir in der Notaufnahme geendet).
Ich will dir jetzt keine Angst machen oder was einreden. Ich will nur, dass du aufpasst und jetzt sofort was aenderst. Ich war zum Glueck nicht mehr selbststaendig als das passiert ist. (Das ganze ergab sich uebrigens aus Umzugsstress, Probleme mit der Finanzierung eines Eigenheims, enormer Belastung auf der Arbeit, Probleme mit dem [irren] Vermieter der alten Wohnung, Ausstaende eines Kunden im mittleren 5-stelligen Bereich und noch paar Kleinigkeiten...)

Viele Gruesse, Klaus
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von Kotty » 25. Aug 2009 11:52

Ja, auffallen tut dir Burn-out erst hinterher. Dann denkst du nach und stellst fest, das alles dunkel und grau war, das es sich wie im Hamsterrad angefühlt hat und das du dich nicht mehr an das letzte Mal Lachen erinnern kannst.

Bei mir ist in dieser Zeit nichts mehr BDSMiges gelaufen, nicht mal mehr Sex. Ich bin auch immer später ins Bett gegangen, was die Situation noch verschlimmert hat.

Nach 4 wochen stationär und nochmal 2 zu Hause war ich so weit zu sagen, ich mach was ich kann auf Arbeit und was nicht geht geht nicht. Zum Glück war ich zu der Zeit angestellt und nicht selbstständig wie du.
Die meisten Männer können nicht so perfekt unterdrücken, wie es die Frauen lieben.

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Zinfandel
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von Zinfandel » 25. Aug 2009 17:56

*mal ganz sanft intervenier*

Ich denke, für die Risiken eines Burnout ist FeuerHerr jetzt ausreichend sensibilisiert, vielleicht gibt es noch ein paar Tipps, wie er seiner Subbie wieder das geben kann, was beide wollen?
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Martin
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von Martin » 25. Aug 2009 18:01

@FeuerHerr: Ich bin auch selbstständig und weiß genau, wie das ist. Das einzige was hier hilft ist Disziplin. Genauer gesagt: Selbstdisziplin.

Wenn's dir leichter fällt, dann mach irgendwas, dass dir hilft. z.B. wenn man süchtig nach Online-Games ist, die Accounts kündigen. Oder Stecker rausziehen fürs Internet. Solche Dinge.

Im Endeffekt aber, ist einzig und allein deine Disziplin nötig und auch das einzige, was dir hilft. Du kannst nicht erwarten, so hart das auch klingt, dass dir ständig jemand verbal oder physisch ^^ in den Hintern tritt, damit du machst, was richtig ist. Wenn du das nicht schaffst, dann kann ich dir nur professionelle Hilfe empfehlen, nicht die Hilfe von Amateuren wie wir es sind.
da Martin

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Chimaera
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Re: Stress im Beruf und TPE

Beitrag von Chimaera » 25. Aug 2009 20:18

@Zinfandel
Nur indem er abschalten lernt, auf sich selbst besser zu achten und seine eigenen Leistungen wieder realistisch zu honorieren und einzuschätzen. Denn wer nach 18 Stunden Arbeit immer noch nicht das Gefühl hat für den Tag nicht alles notwendige gegeben zu haben kann keine Tipps für Subbi mehr umsetzen, der hat nichtmal mehr genug Zeit ausreichend zu Schlafen eh es wieder los geht. Und nach diesen Zusatzinfos im zweiten Post ist BurnOut nicht mehr nur eine Gefahr sondern lediglich eine Frage der Zeit. Wir können ihm viele Tipps geben, er wird nicht in Stimmung sein sie umzusetzen wenn die Arbeitsgedankenn ihm ewig im Nacken hängen.

@Martin
Ich finde Deinen Post komplett unangebracht, er erwartet nicht daß ihm irgendjemand in den Hintern tritt sondern fragt lediglich nach konstruktiven Vorschlägen von außen und das ist genau richtig. Denn gerade wenn man mit dem Kopf im Stress steckt fallen einem die einfachsten Lösungen manchmal selbst garnicht auf.
Vielleicht gelingt es ihm durch die hier ausgespochenen Warnungen selbst genug zu ändern, die meisten Menschen werden um Stresschemata zu druchbrechen mindestens ein paar Coachings durch einen Verhaltenstherapeuten brauchen aber um das genau einzuschätzen müsste jemand ihn persönlich kennen.

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